Krippe in Riga in Lettland
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Wieder ist ein Jahr vergangen. Zeit für einen Rückblick – und einen Blick in die Zukunft.

Das Jahr 2025 war ein äußerst ereignisreiches Jahr mit beruflichen Veränderungen bzw. Weiterentwicklungen, einer langersehnten Prüfung, vielen Enden und Abschieden, und beginnenden Neubeginnen, sollte das der richtige Plural sein.

Zugleich war es das Jahr, in welchem die KI – oder genauer: die Unternehmen dahinter – das Internet extrem(st) geprägt und verändert hat. Nach dem Rollout von KI-Suchergebnissen brach der Traffic der Glücksquellen um bis zu 90 % ein. Fast niemand scheint mehr online nach Originalquellen (jetzt könnte man über den Begriff des Originals philosophieren …), Originalmeinungen und dergleichen zu suchen, sondern immer mehr verlässt man sich auf das, was die KI(s) ausspuckt. Zugegeben: Das ist häufig erstaunlich gut und erfüllt – bei aller Neigung zu Halluzinationen – seinen Zweck.

Großer Fisch, kleines Licht, Kommerz, Idealismus?

Ich gucke mir nicht die Zahlen anderer Blogs an, könnte mir aber vorstellen, dass die allermeisten zurzeit Ähnliches erleben. Vernetzung und Austausch werden in Zeiten schwindenden Traffics und wahrscheinlich stärkerer Oligopolisierung schwieriger. Ich vermute, dass einen Blog wirtschaftlich rentabel (also so, dass man halbwegs davon leben oder durch den Zeitaufwand entstehende Gehaltseinbußen zumindest teilweise ausgleichen kann) zu betreiben, fast ein Ding der Unmöglichkeit geworden ist, wenn man nicht zu den großen Fischen gehört.

Damit hat sich auch der ursprüngliche Plan, durch VG-Wort-Einnahmen zumindest die laufenden Kosten zu decken (und dass vielleicht sogar mal ein Cappuccino rausspringt), geändert. Die Glücksquellen sind nunmehr ein reines Idealismusprojekt. Das hat Gutes und Schlechtes. Schlecht, weil Einnahmen Freiheit generieren (die sprichwörtlichen Brötchen nicht ausschließlich anderswo verdienen zu müssen). Gut, weil die Loslösung von KPIs Freiheit generiert (nur so viel und das zu schreiben, was ich will, was mir in den Kram passt).

… und 2026?

Anders als vor zwölf Monaten habe ich keine klare Vision für das Jahr 2026 bezüglich der Glücksquellen. Eine seit längerem bestehende Idee ist es, verschiedene Inhalte zusammenzuführen und zu clustern oder komprimieren, um als Leser/Leserin leichter in komplexere Themen einsteigen zu können. Außerdem möchte ich mehr selbst erzeugtes Bildmaterial verwenden. Überdies freue ich mich über weitere Beratungsanfragen meiner mit den Glücksquellen verschwisterten und doch unabhängigen philosophischen Praxis.

Die Themen werden mir nie ausgehen. Noch immer habe ich eine Liste mit rund 500 Artikelideen. Alleine diese abzuarbeiten (was nicht meine Intention ist), würde viele Jahre füllen.

An dieser Stelle möchte ich allen treuen Leserinnen und Lesern Dankeschön sagen und euch für das Jahr 2026 alles erdenklich Gute und Schöne wünschen. Wenn ihr Anregungen, Kritik usw. habt, schreibt gerne einen Kommentar oder meldet euch auf einem anderen Weg.

Foto: (c) A. Martens

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  • André Martens, Glücksquellen

    André Martens ist studierter Philosoph (M. A.) und Psychologe (M. Sc.) sowie approbierter Psychologischer Psychotherapeut. Er ist der Gründer des Blogs gluecksquellen.de. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich privat und professionell mit den Themen Glück und Lebenskunst. Neben der klinischen Tätigkeit bietet er philosophische Beratung an (Website: siehe Link unten).

Ein Gedanke zu „Jahresrückblick des Glücksquellen-Blogs 2025“
  1. Alle künftigen Glücksquellen werde ich, wie alle davor, mit großer Begeisterung lesen. Einen kleinen Kommentar dazu schreiben und mich über die schönen , interessanten Bilder freuen. So wie ich die Glücksquellen finde, werden deine
    Fans den Blog, die App auch weiterhin aufmachen und beglückt sein von deiner Schreibweise. Danke und weiter so.
    Dein ganz, ganz treuer Leser.

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